Knutwiler Arbeitssieg im Aufsteiger-Duell

FC Knutwil – FC Escholzmatt-Marbach

Datum: 12. Oktober 2021
Anspielzeit: 20.00 Uhr
Resultat: 2:0 (2:0)

Der FC Knutwil fährt im Duell der beiden Aufsteiger den langersehnten ersten Heimsieg ein. Zwei frühe Tore von Fortiguerra und Weidkuhn entscheiden die vom Kampf geprägte Partie zugunsten des FCK.

Um die Wichtigkeit der vom Wochenende auf den Dienstagabend verschobenen Partie gegen den FC Escholzmatt-Marbach musste niemand aufgeklärt werden. Gegen die Gäste aus den Tiefen des Amt Entlebuchs waren drei Punkte Pflicht. An Selbstvertrauen mangelte es den Seeblikickern nicht, der Last-Minute Sieg am vergangenen Wochenende gegen Algro gab den Jungs Aufwind und machte Lust auf mehr. Dementsprechend geladen war die Stimmung in der Kabine vor dem wichtigen Heimspiel. Kabinen- und Hobby-DJ Fortiguerra übernahm nach kurzer Auszeit, gefolgt von Kritik über die Song-Auswahl vom Captain höchstpersönlich, wieder das Spotify-Zepter und liess die Mauern der Birrer-Arena mit der Ausnützung der vollständigen Bass-Kapazität der neu erworbenen Sound-Anlage zittern. Das spielfreie Wochenende, das Fortiguerra grösstenteils mit dem Zusammenstellen einer optimalen Matchtag-Playlist verbrachte, zahlte sich aus und wirkte Wunder. Beflügelt von den Klängen von AC/DC’s Thunderstruck fasste sich der Mittelfeld-Strippenzieher bereits nach 30 Sekunden ein Herz und schlenzte das Spielgerät aus rund 20 Metern ins Obergeschoss des Escholzmatter Torgebildes. Die frühe Führung war enorm wichtig, aber nicht das Ende des Knutwiler Startfeuerwerks. Rund fünf Minuten später wuselte sich der quirlige Wüest über die rechte Angriffsflanke durch und spielte lang auf den zweiten Pfosten, wo Weidkuhn goldrichtig stand und den Fünfliber problemlos im Sparschwein der Gäste deponierte.
In der Folge sahen die rund 150 Zuschauer in der Birrer-Arena eine ausgeglichene Partie. Die beiden frühen Tore blieben allerdings die Highlights des ersten Umgangs, weshalb man sich mit einer komfortablen, aber gefährlichen 2:0 Führung in die Garderobe verabschiedete.

Chef-Coach Dominguez, der nach einer zweiwöchigen Scouting-Reise in seiner zweiten Heimat zwar ohne spanisches Wunderkind, dafür aber mit einem grossen Rucksack an neuen Spielideen wieder am Seitenrand stand, legte seine Ziele für die zweiten 45 Minuten beim Pausentee klar dar: Sofort pressen, das dritte Tor suchen und den Sack zumachen. Sollte dies nach seiner Ansprache noch nicht jeder verstanden haben, wiederholte es Coach Lang wie gewohnt in einem leicht fordernderen Tonfall.
Dass die Message nicht wie gewollt bei der Mannschaft ankam, ist wohl auf die zu Beginn erwähnte Bass-Intensität, die bei einigen Spielern vermutlich bleibende Schäden in der Trommelfell-Region auslöste, zurückzuführen. Nach Wiederanpfiff taten sich die Knutwiler vor allem im letzten Drittel schwer und kamen kaum zu ansehnlichen Spielzügen. Den Gegnern aus Escholzmatt erging es allerdings ähnlich, weshalb das Spiel vor allem durch Kampf und lange Bälle geprägt war. Da die Gäste kaum zu gefährlichen Torszenen kamen, war der Knutwiler Vorsprung zu keinem Zeitpunkt gefährdet und so holte sich der FCK den ersten Sieg im neuen Fussballtempel.

Am kommenden Samstag folgt das nächste wichtige Spiel, um 18 Uhr auswärts gegen den FC Grosswangen-Ettiswil. Die Mannschaft hofft auf zahlreiche mitreisende Fans und ist heiss auf die nächsten drei Punkte.

Aufstellung:

Philipp Lisebach, Camille Kuster (C), Samuel Burkard, Pascal Steinmann, Manuel Schärli, Jan Mehr, Yannick Fortiguerra, Dennis Amstutz, Dominik Weidkuhn, Adrian Kaufmann, Severin Wüest (Patrick Meyer, Simon Habermacher, Mathias Kurmann, Lars Lötscher, Marcel Müller)

Spieler des Spiels:

Philipp Lisebach. Der Knutwiler Schlussmann holt sich die erste weisse Weste der Saison. Dies nicht nur im übertragenen Sinn, sondern wortwörtlich. Kaum gefordert, glänzt sein weisses Tenü auch nach Schlusspfiff noch blitzeblank – die Dresswäscherin sagt Danke!

 

(Autor: Dominik Weidkuhn)



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